Nun ist er leer, der Hamsterpalast

Am 25.05.13 zog unsere kleine Lilly bei uns ein, nachdem wir im Futterhaus waren, um – wie sollte es anders sein – „eigentlich“ nur neues Katzenstreu zu besorgen. (= Dazu ein Paket Streu, etwas Heu, Hamsterwatte, verschiedenes Futter, Napf + Tränke, sowie ein neues Haus und ein neues Laufrad.. ein Terrarium stand bereits als Überbleibsel meiner Rennmäuse im Keller.

Unsere Zwerghamsterdame fühlte sich sehr schnell, sichtlich wohl, kam nach kurzer Zeit gerne, freiwillig und immer öfter auf die Hand – stand regelrecht mit den Vorderpfoten am Terrarium kratzend auf den Hinterläufen, machte am liebsten das Kinderzimmer unsicher (als Rückzugsort wurde auch mal das Barbiehaus gewählt) und hatte selbst unsere Katzen im Griff, die nach einem kurzen „Zwicken“ in die Nase, nichts mehr von ihr wissen wollten. (=

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Heilig Abend dann die erste Katastrophe.. Lilly konnte nicht mehr laufen, zog die Hinterbeine hinter sich her und Tränen flossen bei unserer Tochter. So machten wir uns in unserer Festkleidung – eigentlich wollten wir zur Familie fahren – mit Tüten und Geschenken, auf zum tierärztlichen Notdienst. Man wusste nicht was los war, Lilly bekam eine Spritze gegen eventuelle Schmerzen, ein Antibiotikum und feierte mit uns, Weihnachten außer Haus.. in ihrer Transportbox.

Nach den Feiertagen stellten wir sie bei unserem Tierarzt vor, bekamen noch ein Antibiotikum für zu Hause und wenige Tage war alles wieder vergessen, Lilly ging es endlich wieder gut. ♥

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Vor genau einer Woche – unsere Tochter war mit Oma, Opa und ihrer Cousine an der Ostsee – war Lilly dann plötzlich ganz schwach. Sie saß in einer Ecke des Käfigs, eher untypisch für sie, da sie immer in ihrem Haus schlief und schien eigentlich nur noch sterben zu wollen. Sie lief nicht und ich wartete ab, da ich jeder Zeit, mit der Rückkehr unserer „Zicke“ rechnete.

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Es ging wieder mal in die Trasportbox, wo sie versuchte sich ins Streu einzubuddeln und ab zum Tierarzt. Dort stellte die TÄ fest, dass Lilly eine „Beule“ auf dem Rücken hatte, was mir bis dato gar nicht ins Auge gefallen war und vermutete, dass sie im Käfig gestürzt sein musste. Ich fragte, ob es auch ein Geschwür sein könnte, was mir mit einem eher fragenden Gesicht und Achselzucken beantwortet wurde, da die Tiere so klein sind und nicht geröntgt werden können. Es gab wieder einmal ein Schmerzmittel und ein Antibiotikum für zu Hause, das sie 7-10 Tage nehmen sollte. Sie fraß, sie trank, ließ sich anfassen (streicheln) und schien doch wieder sehr lebensfroh zu sein.

Vorhin schien sie dann plötzlich sehr schläfrig zu sein und als ich kurze Zeit später in ihren Käfig schaute, lag sie leblos da.. sie war nun also doch eingeschlafen. Ich hätte mir gewünscht, dass sie es geschafft hätte, dass es ihr doch wieder besser gegangen wäre aber scheinbar war ihre Krankheit oder Verletzung, zu schlimm, als dass sie eine Chance gehabt hätte. 🙁